Ab dem 7. November 2025 verwandelt eine raumgreifende Installation von Sonia Leimer und Christian Kosmas Mayer das zweite Obergeschoss des Museion in einen Ort des Dialogs zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, zwischen Design und kollektiver Reflexion – ermöglicht durch eine bedeutende Sammlung olympischer Fackeln.

Kunst und Sport begegnen sich im Museion

Museion kündigt ein außergewöhnliches Ausstellungsprojekt an, das zeitgenössische Kunst mit Sport, Erinnerungskultur und gesellschaftlichen Werten verbindet.

 Museion kündigt ein außergewöhnliches Ausstellungsprojekt an, das zeitgenössische Kunst mit Sport, Erinnerungskultur und gesellschaftlichen Werten verbindet. Die Ausstellung ist Teil der Kulturolympiade Milano Cortina 2026, eines italienweiten Programms, das Kunst und Kultur in den Mittelpunkt des Olympischen Gedankens rückt. Ziel ist es, die olympischen Werte über den Sport hinaus in die Gesellschaft zu tragen und den Dialog zwischen Kunst, Kultur und Sport nachhaltig zu stärken. Italien wird Gastgeber der Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar 2026 sowie der Paralympischen Spiele vom 6. bis 15. März 2026 sein.

 

Ab dem 7. November 2025 verwandelt eine raumgreifende Installation von Sonia Leimer und Christian Kosmas Mayer das zweite Obergeschoss des Museion in einen Ort des Dialogs zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, zwischen Design und kollektiver Reflexion – ermöglicht durch eine bedeutende Sammlung olympischer Fackeln.

 

Die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026 stehen unter den Leitwerten Inklusion, Nachhaltigkeit und Vermächtnis. Zahlreiche kulturelle Veranstaltungen für ein breites und diverses Publikum begleiten das internationale Sportereignis. In diesem Kontext wurde das Museion in Bozen vom Landeskoordinierungskomitee der Spiele eingeladen, eine Sonderausstellung zu konzipieren. Im Zentrum der Ausstellung steht eine der weltweit drei vollständigen Sammlungen aller olympischen Fackeln vom Beginn des Fackellaufs bis heute. Diese bildet den kulturhistorischen Rahmen für eine künstlerische Auseinandersetzung, die Anfang November 2025 eröffnet wird und bis Ende März – zum Abschluss der Spiele – zu sehen ist. 

 

Das Künstlerduo Sonia Leimer und Christian Kosmas Mayer setzt sich mit Design, Geschichte und Bedeutung der Olympischen Fackel auseinander. Ihre raumgreifende Installation, die das gesamte zweite Obergeschoß des Museums bespielt, ist das Ergebnis eines geladenen künstlerischen Wettbewerbs, der im März 2025 ausgeschrieben und mit dem Juryentscheid am 11. Juni 2025 abgeschlossen wurde. 

 

Eingeladen waren fünf international tätige Südtiroler Künstler*innen, die in der Sammlung des Museion vertreten sind und eine vielfältige künstlerische Praxis zwischen Skulptur, Sound, Multimedia, Partizipation und konzeptuellen Recherchen vertreten. Neben der Wettbewerbssiegerin Sonia Leimer, die in ihr Projekt den Künstlerkollegen Christian Kosmas Mayer eingebunden hat, nahmen Stefano Bernardi, Silvia Hell, Ingrid Hora und Philipp Messner teil und machten die kulturhistorische Sammlung der 40 Olympiafackeln zum Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Beiträge. 

 

Das Preisgericht bestand aus den Vertreter*innen des Museion, Direktor Bart van der Heide und Präsidentin Marion Piffer Damiani – sowie den Fachjuror*innen Manfred Alois Mayr (Künstler), Thomas Kronbichler (Grafik-Designer), Angelika Gasser (Amt für Kultur der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol), Susanna Salvaterra (Landeskoordinierungskomitee Olympische Spiele) sowie Stefano Podini für den Onlus Verein Olympic Aid and Sports Promotion Project (Leihgeber der Fackelsammlung) und Marco Fontanesi (Kommunikationsagentur Lifecircus). Beratend unterstützten den Auswahlprozess die ehemalige Skirennläuferin und erfolgreiche Olympiateilnehmerin Isolde Kostner sowie der amtierende Snowboard-Weltmeister und sechsfache Olympiateilnehmer Roland Fischnaller. Die Zusammensetzung der Jury spiegelte den interdisziplinären Ansatz des Projektes zwischen Kunst, Kultur und Sport wider. Koordiniert wurde der Wettbewerb von Architektin Elisabeth Schatzer, die auch die Umsetzung begleitet. 

 

Die Jury hob die außergewöhnliche Qualität und Originalität der eingereichten Beiträge hervor. Alle Künstler*innen setzten sich intensiv mit der kulturhistorischen Sammlung auseinander und fanden trotz sehr unterschiedlicher Herangehensweisen zu einer überzeugenden Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart. Entscheidende Bewertungskriterien waren die künstlerische Interaktion mit der Sammlung sowie der Bezug zu den Werten der Spiele: Inklusion, Nachhaltigkeit und Vermächtnis. Besonders wichtig war auch, dass die künstlerischen Beiträge als eigenständige Positionen sichtbar wurden – nicht bloß als kuratorisches Display, sondern als autonome Auseinandersetzung mit der Sammlung. 

 

Die Jury entschied sich einstimmig für das Projekt von Sonia Leimer mit der Einbindung von Christian Kosmas Mayer. Es überzeugte durch analytische Tiefe und formale Präzision im Spannungsfeld von Ausstellungsdisplay und künstlerischer Setzung. Die Installation schafft einen Raum, der die historische Sammlung kontextualisiert und gleichzeitig neue Perspektiven auf die kulturelle Bedeutung des olympischen Staffellaufs eröffnet. Dem Künstlerduo gelingt es auch, eine inhaltliche Brücke zum nächsten Austragungsort der Olympischen Spiele in Los Angeles 2028 zu schlagen. 

 

Mit dieser Ausstellung realisiert das Museion ein bislang einzigartiges Projekt, das erstmals eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Kunstmuseum und dem Bereich Sport ermöglicht – ein Novum für das Haus. Die Olympischen Spiele bringen Menschen unterschiedlichster Herkunft und verschiedene Disziplinen zusammen – ebenso verbindet diese Ausstellung Kunst und Sport auf sinnstiftende Weise. Sie schafft im Zeitraum der Olympischen Spiele einen Raum für kulturellen Dialog, Reflexion und neue Perspektiven zwischen Geschichte und Gegenwart, Lokalität und Globalität. 

 

Ausstellungsdauer: 7. November 2025 – 29. März 2026

 

Sonia Leimer, geboren 1977 in Meran, lebt in Wien.

Sonia Leimer arbeitet mit Skulptur, Installation und Video. Ihre Arbeiten thematisieren urbane Räume, Erinnerung und gesellschaftliche Narrative. Sie war u.a. bei der Manifesta 7 und der Architekturbiennale in Venedig vertreten und war Preisträgerin des MAK Schindler Preises und des Paul-Flora-Preises.

 

Christian Kosmas Mayer, geboren 1976 in Sigmaringen, lebt in Wien.

Christian Kosmas Mayer verbindet in seiner Kunst historische Recherche mit multimedialen Ausdrucksformen. Seine Arbeiten hinterfragen kulturelles Gedächtnis und Zukunftsvisionen. Er wurde u.a. mit dem Outstanding Artist Award ausgezeichnet. 

Die Jury entschied sich einstimmig für das Projekt von Sonia Leimer mit der Einbindung von Christian Kosmas Mayer.
Die Jury entschied sich einstimmig für das Projekt von Sonia Leimer mit der Einbindung von Christian Kosmas Mayer.
Ab dem 7. November 2025 verwandelt eine raumgreifende Installation von Sonia Leimer und Christian Kosmas Mayer das zweite Obergeschoss des Museion in einen Ort des Dialogs zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, zwischen Design und kollektiver Reflexion – ermöglicht durch eine bedeutende Sammlung olympischer Fackeln.
Ab dem 7. November 2025 verwandelt eine raumgreifende Installation von Sonia Leimer und Christian Kosmas Mayer das zweite Obergeschoss des Museion in einen Ort des Dialogs zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, zwischen Design und kollektiver Reflexion – ermöglicht durch eine bedeutende Sammlung olympischer Fackeln.

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